Die Geschichte des TuS Immekeppel

Die Geschichte des TuS Immekeppel begann am 4. April 1922. Im damaligen Gasthaus Josef Selbach, dem heutigen Sülztaler Hof, trafen sich einige sportbegeisterte junge Männer mit einem gemeinsamen Ziel: Sie wollten einen Turnverein für Immekeppel gründen.

Zum ersten Vorsitzenden wählten sie den erst 18-jährigen Josef Höck. Was damals niemand ahnen konnte: Er sollte den Verein unglaubliche 50 Jahre lang, bis 1972, führen und entscheidend prägen.

Herr Josef Selbach stellte den neu gegründeten Turnern seinen Festsaal kostenlos als Übungsstätte zur Verfügung. Erst mit der Fertigstellung der vereinseigenen Turnhalle im Jahr 1950 zog der Trainingsbetrieb in das neue Zuhause um – eine Halle, die bis heute das Herzstück vieler sportlicher Aktivitäten des TuS ist.

Auch die AG Altenberg unterstützte den jungen Verein. Sie stellte den Leichtathleten und Fußballern ihre Kieshalden an der „Hütte“ kostenlos als Trainings- und Spielfläche zur Verfügung, bis 1933 der erste eigene Sportplatz fertiggestellt werden konnte.

Bereits 1931 erwarb der TuS ein rund 12.000 Quadratmeter großes Grundstück. Mit beeindruckendem ehrenamtlichem Einsatz schufen die Mitglieder innerhalb von zwei Jahren mit Loren, Hacken und Schaufeln einen eigenen Sportplatz. Mit dessen Fertigstellung begann 1933 offiziell die Fußballgeschichte des Vereins.

Der Bau einer eigenen Turnhalle war bereits vor dem Zweiten Weltkrieg geplant, konnte jedoch erst danach verwirklicht werden. 1948 wurde der Grundstein gelegt. Dank unzähliger freiwilliger Arbeitsstunden der Mitglieder konnte die Turnhalle zu Pfingsten 1950 feierlich eröffnet werden.

Mit den wachsenden Vereinsanlagen stiegen auch die Anforderungen an Pflege und Unterhaltung. Deshalb entstand 1954 direkt neben der Turnhalle eine Sportwartwohnung.

Ein weiterer Meilenstein folgte 1959: Auf einem zusätzlich erworbenen Grundstück errichtete der TuS ein eigenes Sportlerheim mit modernen Umkleiden, Duschen und einem großzügigen Gesellschaftsraum – ein wichtiger Treffpunkt für das Vereinsleben.

Der TuS engagierte sich damals nicht nur für den Sport, sondern auch für seine Mitglieder. Viele langjährige Vereinsangehörige suchten Wohnraum für ihre Familien. Unter der Leitung von Josef Höck entstand gemeinsam mit der Stadt Bensberg und der Siedlungsgesellschaft „Rheinisch-Berg“ die sogenannte Turnersiedlung. Insgesamt wurden 18 Eigenheime gebaut, wobei viele Mitglieder auch hier tatkräftig Eigenleistungen einbrachten. Die Turnersiedlung prägt bis heute das Ortsbild von Immekeppel.

Zum 50-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 1972 konnte der TuS weitere Flächen erwerben und mit dem Bau der Tennisanlage beginnen. Damit wurde das sportliche Angebot des Vereins nochmals deutlich erweitert.

Ein weiteres großes Gemeinschaftsprojekt wurde 1996 abgeschlossen: Ohne öffentliche Fördermittel, aber mit enormem ehrenamtlichem Engagement entstand das heutige Sportheim, nachdem das bisherige Vereinsheim an ein ortsansässiges Unternehmen verkauft worden war.

Auch die Vereinsführung entwickelte sich über die Jahrzehnte weiter. Nach den 50 Jahren unter Josef Höck übernahm Willy Werheit 1972 den Vorsitz und führte den Verein bis zu seinem Tod im Jahr 2003 – insgesamt 31 Jahre. Ihm folgte der langjährige stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Pütz, bevor Dieter Himperich im Jahr 2012 zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde.

Heute ist der TuS Immekeppel weit mehr als ein klassischer Turnverein. Mit seinen vielfältigen Abteilungen – darunter Fußball, Gymnastik, Tennis, Tischtennis, Turnen, Volleyball, Radfahren, Walking/Nordic Walking sowie Freizeit- und Breitensport – bietet der Verein Menschen jeden Alters eine sportliche Heimat.

Seit seiner Gründung steht der TuS Immekeppel für Gemeinschaft, ehrenamtliches Engagement und Zusammenhalt. Viele der heutigen Vereinsanlagen wären ohne den außergewöhnlichen Einsatz zahlreicher Mitglieder über Generationen hinweg nicht entstanden.

Unser Leitmotiv

„Großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit.“

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