Die Gründung der Tischtennis Abteilung

Tischtennis im TuS Immekeppel

Im Jahre 1947, fünfundzwanzig Jahre nach der Gründung des Turn- und Spielvereins Immekeppel, bildete sich in Immekeppel erstmalig ein eigenständiger Tischtennisverein, der TTC. Grün-Weiß Immekeppel. Dem damaligen Gründungsmitglied Hans Stein ist zu verdanken, dass Tischtennis in unserem Dorf nach Beendigung seiner englischen Kriegsgefangenschaft bekannt und hoffähig wurde. Der Spielbetrieb fand in den Sälen der Gaststätten Selbach und Stegmann an drei Tischtennisplatten statt. Die Namen der ca. 30 Vereinsmitglieder werden vielen noch bekannt sein, handelt es sich doch um Ur-Immekeppeler wie: Alfons und Carola Förster, Agnes und Josef Irlenbusch, Josef Keppler, Karl-Heinz Keppler, Änne und Paul Müller, Änne Selbach, Irmgard und Werner Siebenmorgen, Martha Schubert, Hans Stein, Williy Werheit sowie viele weitere. Willi Werheit? Klar - es handelte sich um den späteren Vorsitzenden (1972 – 2003) des TuS Immekeppel, der von Anfang an dem Tischtennissport verbunden war und später als Lehrer manchem Schüler in der Tischtennisleistungsgruppe schier unlösbare Rätsel aufgab.

Durch die Nachkriegszeit bedingt gab es große Schiwerigkeiten bei der Materialbeschaffung. So wurden die ersten Tischtennisplatten in der Schreinerei Berster selbst hergestellt. Zehn Tischtennisbälle kosteten auf dem Schwarzmarkt 100 RM (oder aber auch Kartoffeln). von ersten sportlichen Erfolgen zeugen Urkunden über Einzel-, doppel- und Mixedsiege anläßlich der Sülztalmeisterschaften im Jahre 1949. Zu den auswärtigen Meisterschaftsspielen ging man damals entweder zu Fuß, fuhr mit dem Fahrrad oder benutzte den PKW des Mitspielers Karl von Stößer, Schwiegersohn des damaligen Inhabers der Chemischen Fabrik Köln-Kalk (der aus diesem Grund natürlich auch Stammspieler der Mannschaft war).

Etwa zur gleichen Zeit gründete sich im Dorf ein weiterer Tischtennisverein, der TTC. Dorn-Külheim. Der Spielbetrieb wurde im Saale Drechsler durchgeführt. Man erzählt von spannenden Lokalkämpfen, die sich beide Teams, vor allem ihre Spitzenspieler Bruno Baldauf vom TTC. Grün-Weiß Immekeppel und Peter Werker vom TTC. Dorn-Külheim lieferten. Wenn auch keine sportlichen Bilddokumente vorliegen, zeigen die vorliegenden Bilder anlässlich des geselligen Zusammenseins viel Freude an Spaß und Spiel. Leider ist nicht mehr nachvollziehbar, wann und warum sich beide Sportgemeinschaften auflösten.

Fünfundzwanzig Jahre später erlebte der Tischtennissport in Immekeppel durch die Wiedergründung des DJK Blau-Gelb Immekeppel eine Neuauflage. Die DJK (Deutsche – Jugend - Kraft) ist ein Verband zur Sportpflege in der katholischen Gemeinschaft. Dem Bemühen einiger früherer Mitglieder war es zuzuschreiben, dass der Verein nach mehrjähriger Ruhepause wieder ins
Leben gerufen wurde.

Mit viel Eifer und Zuversicht hat diese junge Gemeinschaft den Tischtennissport in Immekeppel wieder aufgebaut und gefördert. Die Mitgliederzahl konnte sich seit der Gründung vervielfachen. Am Meisterschaftsbetrieb nahmen Damen-, Mädchen-, Jungen- und drei Herrenmannschaften teil. Ein besonderer Dank gebührt der Katholischen Kirchengemeinde, die ihr Jugendheim für alle Trainingsstunden und Meisterschaftsspielen zur Verfügung stellte. In den letzten Jahren war Immekeppel wieder erstklassig.

Um die an ein Spiellokal zu stellenden Mindestanforderungen einzuhalten, wurden die Meisterschaftsspiele in der vereinseigenen Turnhalle des TuS. Immekeppel ausgetragen. Das bedeutete für die DJK, sich mit dem neuen Partner und dem neuen Spiellokal anzufreunden. Von vielen Mitgliedern wurde dies mit Skepsis aufgenommen. Doch schon die ersten Gespräche zeigten, dass der TuS. Immekeppel der Sportart Tischtennis gegenüber sehr positiv eingestellt war.
Es entwickelte sich schnell ein gutes Verhältnis. Aufgrund der guten Zusamme-narbeit mit dem Verein wurde zum 30.06.1994 der Austritt aus dem DJK-Verband beschlossen und die Angliederung als Tischtennisabteilung an den TuS. Immekeppel beantragt. Heute ist festzustellen, dass die Aufgabe der Eigenständigkeit für die damalige DJK. einen Gewinn darstellt. Auf allen Gebieten steht der Verein den Anliegen der Tischtennisabteilung wohlwollend gegenüber. Dafür gilt es, herzlich Danke zu sagen.
Fünfundzwanzig Jahre nach der Gründung der Abteilung lag Tischtennis an siebter Stelle der zehn mitgliederstärksten Sportverbände in Deutschland. Die Mitgliederzahlen sind insgesamt weiter rückläufig, besonders betroffen sind der Damen- und der Nachwuchsbereich. Tischtennis liegt damit zwar im Trend der meisten Sportarten, aber das ist nur ein geringer Trost. Ob als "Aktive" im Verein, in der Freizeit, zu Hause oder im Urlaub kann man Tischtennis betreiben. Tischtennis ist international. Einmal dabei, ist die Begeisterung bei jung und alt für den kleinen Zelluloidball groß.
Wussten Sie eigentlich schon…
…dass es nicht die Chinesen waren, die Tischtennis erfunden haben.

Ursprünglich stammt Tischtennis aus Indien, wurde dann aber zum Ende des 19. Jahrhunderts mit nach England gebracht.

1874 wurde Tischtennis erstmals in England schriftlich erwähnt. Vor dem Tischtennis war Tennis angesagt, das hauptsächlich vom Adel gespielt wurde. Wegen dem für England bekannten regnerischen Wetter, wurde das Tennis dann in die Räume rein verlegt. 1875 hat ein englischer Ingenieur die ersten Tischtennis- Regeln festgelegt und veröffentlicht.

Zu dieser Zeit verwendete man noch den Namen „Ping Pong“. Dieser wurde aber 1901 als kommerzielle Marke geschützt und darf seitdem nicht mehr frei verwendet werden. „Ping Pong“, eine Bezeichnung, die in Deutschland heute beinahe ausschließlich im Hobbyspielerbereich anzutreffen ist, wird aber in China weiterverwendet, wo der Sport offiziell „Ping Pong Ball“ heißt und bereits vor vielen Jahren zum Volkssport Nr. 1 avancierte.

Esstische dienten als Tischtennistisch. Und eine Schnur wurde als Netz gespannt. Behauptet wird auch, das Bücher und Bratpfannen als Tischtennis-Schläger gedient haben sollen. Anfangs dienten Gummibälle oder Kork-Kugeln als Tischtennisball. Erst später kam der heutige Zelluloid-Ball ins Spiel, den James Gibb angeblich 1891 auf einer Reise in den USA bei einem Händler entdeckt haben soll.

Ein Tischtennisball erreicht wirklich eine Geschwindigkeit von bis zu 180 km/h bei harten Schmetterball. Die meisten sagen das ist langsam, doch das ist es nicht. Bei einer Ballgeschwindigkeit von 180km/h hat der Spieler nur eine Reaktionszeit von 0,31 Sekunden.
Im Vergleich zu Tennis, wo der Ball 250 km/h erreichen kann, beträgt die Reaktionszeit ungefähr 1,0 Sekunde, wegen dem Verhältnis zur Spielfläche und Größe des Balles.

Egal, ob Ping Pong oder Tischtennis, Hobbyspieler oder Amateur, jung oder alt, beim TUS Immekeppel kann jeder diese reaktionsschnelle Sportart ausüben.

Die Mannschaft spielt in der 1.Kreisklasse Süd Kreis Köln rechtsrheinisch.

Neue Spielerinnen / Spieler sind herzlichst willkommen!

Ansprechpartner Tischtennis

Edmund Basler 

Telefon: 02207/701501

Trainingszeiten:

Mo.: 18.30 - 20.00 Uhr

Do.: 20.00 - 22.00 Uhr